


Schore90 – „Televisionäre Beziehung“ – Titel: „Session“
Ausgestellt werden bisher nicht öffentlich gezeigte Bilder von Schore90 aus über 35 Jahren und Originalbilder aus dem Buch von beiden Künstlern.
Vernissage: Musikalische Buchpräsentation „Wesensart“
Musiker: R. Bogenberger (Gesang), D. Scheuerer (Gitarre), Dr. Spriestersbach
Zur Vernissage:
Wesensart – ein Bilderbuch der Gedanken:
Der Kreis schließt sich
Schore90 und Günter Maria Bregulla präsentieren ihren Kunstband musikalisch

Nach fünf Jahren schließt sich der Kreis. Was als Idee im Alten Rathaussaal in Kallmünz begann, findet
am Samstag, 11. April 2026, am gleichen Ort seine Vollendung: Schore90 und Günter Maria Bregulla präsentieren im Rahmen einer Vernissage ihr Buch „Wesensart – ein Bilderbuch der Gedanken“.
Zu Corona-Zeiten waren Menschen aus dem Kreativ-Sektor besonders hart getroffen:
Ausgehverbote entzogen freischaffenden Künstlern jegliche Möglichkeit den Lebensunterhalt zu verdienen, selten hatten sie Gelegenheit zu Ausstellungen – und wenn doch, dann nur unter erschwerten Bedingungen. Eine dieser Ausstellungen war „Schieflage“, zu der der Schwandorfer Schore90 zu bestimmten Zeiten im Alten Rathaussaal in Kallmünz Besucher empfangen konnte. Günter Maria Bregulla, wollte diese Ausstellung unbedingt sehen, konnte aber nur zu einer bestimmten Zeit von München in die Oberpfalz fahren. Schore90 ermöglichte ihm deshalb eine exklusive Führung außerhalb der „Geschäftszeiten“. Dabei hatten die beiden ausgiebig Zeit, sich über Dinge zu unterhalten, die ihnen auf dem Herzen lagen. Wie können wir diese Zeit besser nutzen, als dass jeder für sich alleine in seinem „Kämmerchen“ die Corona-Einschränkungen aussitzt?

Die Idee war geboren: Im Rahmen von Schores Televisionärer Beziehung sollte sich ein künstlerischer Fern-Dialog entwickeln, der in ein gemeinsames Buch mündet – ein Bilderbuch der Gedanken.
Vorbild war das Leben – darüber waren sich beide schnell einig, und der Kunstband sollte die Wesensart eines jeden in einem „malerischen Dialog“ widerspiegeln. Die Grundidee der Televisionären Beziehung in der Regelmäßigkeit des Chaos sollte die Arbeitsgrundlage sein. Die beiden Künstler schickten sich gegenseitig Werke zu, die den jeweils anderen zu eigenen Arbeiten inspirierten: Töne zu Pinselstrichen, Farben zu Worten, Sätze zu Bildern. Das Portfolio wuchs von Woche zu Woche, die Seitenzahl des Bildbandes musste regelmäßig dem kreativen Output angepasst werden. Am Ende kam, ein Kunstband in Form eines Coffee-Table-Books im quadratischen Format 30cm x 30cm mit 164 Seiten heraus – aufgeteilt in die drei Kapitel, von denen jedes einer Frage nachspürt:
Wurzeln – Warum sind wir, wie wir sind?
Körper – Wer bin ich? Wer seid Ihr?
Geist – Wohin führt das, was ich mache?
Im Rahmen der Vernissage kommt fünf Jahre nach den ersten Gedanken die Televisionäre Beziehung in diesem Projekt zur Vollendung: einzelne Bilder werden von der Band musikalisch interpretiert, visuell präsentiert und münden in kurze poetische Texte. So wird es dem Besucher möglich, sich in den Schaffensprozess dieses Buches hineinzuversetzen. Näher kann man der inneren Welt eines Künstlers nicht kommen.
Was ist die Televisionäre Beziehung in der Regelmäßigkeit des Chaos?
Bild, Wort und Musik sind die Basis zum Gedankenaustausch – musikalische Werke befeuern Bilder, Grafiken regen zu Lyrik an, Worte werden zu Musik oder entfalten sich in einem Farbenrausch. Diese Beziehung führt zu einer Vielfalt von Sujets, Themenwelten münden in ein Buch, das wiederum den Klang braucht zu einem tieferen Verständnis. Schore90 beschreibt die Entstehung der Televisionären Beziehung 1990, also vor 35 Jahren, so: „Mit der Zeit bemerkte ich, dass meine Themen in den Bildern ständig wechselten. Mir wurde klar, dass mich einzelne TV-Programme unbewusst zu verschiedenen Themen führten und so meine Arbeit beeinflussten. Die mediale Beziehung führte zu einer großen Vielfalt an Sujets und Titeln, die ihre eigene Geschichte erzählen.“