Kultureck gewährt erneut Blicke hinter sonst verschlossene Türen
Der Verein ermöglicht mit „(W)Örtlichkeiten“ bereits zum zweiten Mal einen Rundgang in sonst nicht zugängliche Kallmünzer Räume

Die Premiere zu „(W)Örtlichkeiten – eine Reise zu verschlossenen Kallmünzer Räumen!“ lockte im letzten Jahr viele interessierte Besucher in die Gassen und Häuser des idyllischen Marktes.
Das Konzept, bei dem der Besucher die Möglichkeit hat, in kleinen Gruppen Räume in Kallmünz zu erkunden, die man sonst nicht zu sehen bekommt, war ein voller Erfolg.
Deshalb haben sich die Verantwortlichen gleich wieder auf die Suche nach weiteren Örtlichkeiten gemacht, die man noch erkunden könnte und präsentieren nun zum zweiten Mal einen Rundgang zu sonst verschlossenen Räumen.
Dabei wird auch wieder in jedem Raum eine kleine Unterhaltung geboten, die dem Raum angemessen ist: Von Musik bis Literatur, von Szenenspiel bis Erzählungen wird alles dabei sein.
Der Raum soll dabei im Vordergrund stehen, das gesprochene oder gesungene Wort soll ergänzen. Daher setzt sich auch der Veranstaltungsname aus dem Wortspiel aus „Wort“ und „Örtlichkeiten“ zusammen.
Die größte Herausforderung ist bei diesem Konzept, die Besucher auf die sechs verschiedenen Örtlichkeiten zu verteilen, ohne dass ein Stau entsteht.
Dass dies funktioniert haben die Macher von (W)örtlichkeiten schon bei der Erstauflage bewiesen.
Der Besucher wird von Ort zu Ort geleitet und wird sich der Faszination der Lokalitäten ausreichend widmen können.
Und diese Orte machen wieder neugierig: Das Trauzimmer und die weitgehend unbekannte Gemäldegalerie des Alten Rathauses, das Kettererhaus im Ecksteingässchen, der Höhlenkeller des Lätz´n-Hauses bei der Kirche, das malerische Gästezimmer des Bürstenbinders und das alte Kühlhaus der Metzgerei Walter versprechen einen spannenden Einblick in sonst verschlossene Räume.
Dazu wird sich die Galerie im Wirtshaus „Zum Goldenen Löwen“ in eine Art „lebendiger Marktplatz“ verwandeln, wo man – mit oder ohne Eintrittskarte – bei Getränken und kulinarischen Kleinigkeiten auch musikalische Schmankerl serviert bekommt. Hier ist auch die Information untergebracht.
Da es aber meist kleine Räume sind und die Besucher auf die Räume verteilt werden müssen, wird die Anzahl der Eintrittskarten beschränkt sein.
Zudem setzen einige Räume voraus, gut zu Fuß zu sein, denn einige Treppen gilt es dann doch zu überwinden.
Deswegen gibt es auch einen Kartenvorverkauf. Damit hat jeder die Chance, sich im Vorfeld ein Ticket zu sichern.
Bleibt nur noch das Wann und Wie:
Sonntag, 01.10.17 um 17:00 Uhr in den jeweiligen Räumen laut Hinweise auf der Eintrittskarte, Kartenvorverkauf bei Getränke Karl Kallmünz; Eintrittspreis: 10 Euro
… und der Entwurf für das Plakat ist fertig! Begeistert waren die Mitglieder vom Entwurf ihres Mitglieds, Dieter Hanisch. Wieder ein Plakat der Sonderklasse! Danke, lieber Dieter!
Das Wetter passte perfekt für die Wanderung rund um Kallmünz im Rahmen der Kultur.Landschaften – nicht zu heiß, aber schön sonnig war der 16. Juli. So machten sich viele auf den Weg durch das kühle Fallgatter und ruhten sich bei Kaffee und Kuchen im Hammerschloss aus, um schließlich den anstrengenden Anstieg auf die Kallmünzer Burg zu wagen. Entlang des Weges gab es vieles zu bestaunen: Raben und Chimären, mystische Töne aus einer indianischen Flöte, Geigenmusik und stimmige Naturlieder, Kunstbäume, Mosaike, Steintürme, einen roten Faden, bestückt mit Elfchen und Elfen, Märchen von Schönwerth und zum krönenden Abschluss ein Saxophon-Konzert auf der Kallmünzer Burg. Sogar einer Malerin konnte man beim Malen über die Schulter blicken oder Kräftefelder erspüren und sich über Geomantie informieren. Der Kultur-Pfad war reich bestückt, denn neben vielen großen Künstlern steuerten auch Kinderkrippe, Kindergarten und Grundschule ihre Kunstwerke bei. Doch nicht nur Schönes bekamen die Wanderer zu sehen, denn auch der leichtsinnige Umgang mit der Natur wurde thematisiert. So wurde der Burgturm zum rauchenden Atommeiler und eine Bildergalerie erinnerte an den alltäglichen Tier-Tod auf unseren Straßen. Die Meinung des Publikums war einhellig: Kunstwerke und Landschaft hätten zu einem einmaligen Erlebnis beigetragen.










nde), Daniel Karl (Kassier und stellvertretender Vorsitzender) und Mary See werden das KulturEck für die nächsten zwei Jahre als Vorstand begleiten. Alle nahmen die Wahl an. Bei den Kassenprüfern gab es einen Wechsel. Für Angela Weigert, die wegen ihrer vielen Verpflichtungen keinen zeitlichen Raum für dieses wichtige Amt mehr sah, wurde Stephan Karl gewählt. Für den gesamten Verein bedankte sich Evi Schropp bei ihr mit einem kleinen Präsent. (Foto: links A. Weigert). Als Zeugwart wurde Christian Stolz gewählt.


Im Rahmen des Deutsch-Tschechischen Kulturfrühlings zeigen das KulturEck Kallmünz und die Ladislav Sutnar Fakultät für Design eine Ausstellung zum Thema „Psychiatrie – einmal anders“. Ein ernstes Thema – neu und komisch gefasst. Geht das? Wer gerne in die Welt der tschechischen Illustratoren eintauchen will, merkt sich die Ausstellung im Alten Rathaus in Kallmünz 8. Juli bis 5. August vor. Jeweils von 14 bis 18 Uhr öffnet sich an den Samstagen und Sonntag ein völlig neuer Blick auf die Psychiatrie.
Fakultät für Design unter der Anleitung ihrer Dozentin, Frau Barbara Salamoun. Die Ausstellung entstand im Rahmen des Deutsch-Tschechischen Kulturfrühlings. Der Kulturfrühling ist eine grenzüberschreitende Kulturinitiative der Deutschen Botschaft Prag, des Goethe-Instituts in Prag, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der Tschechischen Zentren in Berlin und München in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium und dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Tschechischen Republik.



Kallmünz.